Vorschau

In Sand gezeichnet: Entwürfe von Alvar Aalto
10. April bis 20. Juni 2010, Kulturfrühling Ulm

Universal Design: Unsere Zukunft gestalten
7. Mai bis 6. Juni 2010

Erich Hauser: Im Dialog
In Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Weishaupt
9. Mai bis 4. Juli 2010

Unendlich viel: Otl Aicher zum 88. Geburtstag

13. Mai bis 22. August 2010

Studio Archäologie: Die Wahrheit über Hänsel und Gretel
Hans Traxler und die Anfänge der Märchenarchäologie
16. Mai bis 21. November 2010

Hans Peter Reuter – Zum Donaufest
August / September 2010

Günther Uecker – Handlungen
18. September bis 14. November 2010

Mode und Kleiderordnungen in Ulm
23. Oktober 2010 bis 22. Januar 2011

Werke aus Ulmer Privatsammlungen
11. Dezember 2010 bis 20. Februar 2011

 

10. April bis 20. Juni 2010
In Sand gezeichnet – Entwürfe von Alvar Aalto

Der Architekt Alvar Aalto, 1930
Kunstmuseum in Shiraz, Iran, 1969
Sport- und Kongresszentrum Vogelweidplatz, Wien, Österreich, 1952-56
Kirche in Jämsä, Finnland, 1925

Nicht gebaute Projekte des finnischen Architekten Alvar Aalto stellt das Ulmer Museum anhand von Originalzeichnungen und neu angefertigten Modellen vor, die Finnlands bedeutende Rolle innerhalb der Architektur dokumentieren.

Die Ausstellung „In Sand gezeichnet – Entwürfe von Alvar Aalto“ präsentiert mit 30 Originalzeichnungen, 70 Reproduktionen und 11 Modellen nicht verwirklichte Projekte. Unter den prägenden Architekten des 20. Jahrhunderts gehört Alvar Aalto (1898–1976) zu den größten Zeichnern. Er selbst erklärte einmal seine Leidenschaft für das Zeichnen mit dem Satz: „Gott schuf Papier, um Architektur darauf zu zeichnen, alles andere ist Missbrauch“. Die Handzeichnungen des finnischen Architekten sind von hoher künstlerischer Qualität und zentraler Bestandteil seines Werkes.

Die nicht realisierten Entwürfe Alvar Aaltos erscheinen wie zeichnerische Spuren, die aufschlussreiche Einblicke in sein Denken mit dem Zeichenstift geben. Im Nebeneinander der Skizzen wird deutlich, wie Aalto Bauten und Räume aus der Zeichnung heraus entwickelt und wie er dabei Ideen und Motive aus früheren Projekten immer wieder neu aufgreift und verändert. Die ersten Skizzen zu einem Projekt veranschaulichen oft deutlicher als der verwirklichte Bau die Entwurfsideen des Architekten.

Das Ulmer Museum präsentiert die Schau gemeinsam mit der Alvar Aalto Foundation, Helsinki und dem Alvar Aalto Museum, Jyväskylä. Erstmalig war sie 2008 in der Pinakothek der Moderne, München zu sehen. Im Anschluss an die Station in Ulm sind weitere Präsentationen in Hamburg und Wolfsburg vorgesehen.

Vortrag

Donnerstag, 10. Juni, 19 Uhr
„Alvar Aalto, Architekt und Designer“
Egbert Martins, Reutlingen

Öffentliche Führungen

Donnerstag , jeweils 18 Uhr
15. April
29. April
20. Mai
10. Juni
17. Juni

Sonntags, jeweils 11.15 Uhr
2. Mai
30. Mai

€ 2,- zzgl. Eintritt

 

8. Mai bis 6. Juni 2010
Universal Design: Unsere Zukunft gestalten


Ein Blick in die Ausstellung

Eine Ausstellung des IDZ / Internationalen Designzentrums Berlin
Mit freundlicher Unterstützung des Forums für Entwerfen e.V.

Das Ulmer Museum zeigt mit der Ausstellung „Universal Design: Unsere Zukunft gestalten“ Konzepte und Produkte zur generationengerechten Gestaltung. Über 60 Produkte des alltäglichen Lebens, die durch ihre Benutzerfreundlichkeit die Lebensqualität von Alt und Jung verbessern, werden in der Ausstellung in einer interaktiven Form präsentiert: Es darf angefasst und ausprobiert werden.

Die zunehmende Alterung der Bevölkerung stellt neue Anforderungen an die Umweltgestaltung in allen Bereichen – von der Planung und Gestaltung von Gebäuden, über das Design von Produkten, Informations- und Kommunikationssystemen, bis hin zur Konzeption von Dienstleistungsangeboten und Infrastrukturen.

Das Konzept „Universal Design“ geht auf den US-amerikanischen Architekten Ronald L. Mace zurück. Es meint weder eine Standardisierung noch die Uniformität von Produkten. Ungeachtet ihrer individuellen Fähigkeiten, ihres Alters und Geschlechts oder ihres kulturellen Hintergrunds soll allen Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht werden. Dazu zählt auch der Anspruch an eine unterstützende und attraktive Gestaltung der Umwelt und der Produkte.

Ein am Menschen orientierter Gestaltungsansatz hat zum Ziel, die von Menschen für Menschen gestaltete Umwelt für möglichst viele zugänglich und nutzbar zu machen. Unter dem Begriff „Universal Design“ setzt sich im internationalen Designkontext ein Gestaltungsanspruch mit dieser Perspektive zunehmend durch. Verschiedene Faktoren haben diese Entwicklung beeinflusst, allen voran der demografische Wandel.

Die interaktive Ausstellung zeigt über 60 Produkte und Konzepte zum Thema „Universal Design“. Die ausgewählten Exponate verdeutlichen, wie eine benutzerfreundliche und generationenübergreifend attraktive Gestaltung von Produkten die Lebensqualität verbessern kann. In ihrem modularen Aufbau bietet die Ausstellung eine Wanderung durch Küche und Badezimmer, präsentiert die Bereiche Hobby und Garten, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik und stellt Ideen und Konzepte aus den Bereichen Öffentlicher Raum und Transport vor. Darüber hinaus bieten studentische Diplom- und Konzeptarbeiten Einblicke in die generationenübergreifende Produktgestaltung von morgen.

Die Produkte laden zum Ausprobieren ein, das Konzept Universal Design wird erlebbar. Die Ausstellung verdeutlicht, dass Design sich nicht nur neuen technologischen Entwicklungen, sondern auch sozialen Veränderungen stellen muss. Gutes Design reagiert auf die Anforderungen der Märkte und hat Verbraucherinnen und Verbraucher und ihre Bedürfnisse im Blick.

Die Wanderausstellung kommt vom Internationalen Designzentrum Berlin, IDZ, und war unter anderem in Leipzig, Berlin und Stuttgart zu sehen.

Begleitpublikation: Schutzgebühr €

Eröffnung: Samstag, 8. Mai, 17 Uhr

Öffentliche Führungen

Donnerstags, jeweils 18 Uhr
20. Mai, Daniela Baumann M.A.
27. Mai, Daniela Baumann M.A.

Sonntags, 12.15 oder 14.00 Uhr
16. Mai, 12.15 Uhr, Daniela Baumann M.A.
30. Mai, 14.00 Uhr Daniela Baumann M.A.
6.  Juni, 14.00 Uhr Daniela Baumann M.A.

€ 2,- zzgl. Eintritt

 

13. Mai bis 22. August 2010
Unendlich viel: Otl Aicher zum 88. Geburtstag

Jedes Jahr feierte Otl Aicher seinen Geburtstag am 13. Mai mit vielen Gästen bei einem großen Fest. Unter dem Motto „unendlich viel“ lädt das HfG-Archiv ehemalige Kollegen, Mitarbeiter, Geschäftspartner und Freunde des 1991 verstorbenen Gestalters ein, um dessen 88. Geburtstag zu begehen. Rund 60 Zusagen liegen vor, darunter eine von Lord Norman Forster und eine von Christa Wolf. Die Beiträge reflektieren die persönliche oder professionelle Beziehung zu Otl Aicher. So entsteht ein umfassendes Bild davon, wie die Ideen und Vorstellungen dieses Mitbegründers der HfG Ulm bis heute im Werk anderer vieler Personen weiterwirken.

Eröffnung: Donnerstag, 13. Mai (Christi Himmelfahrt), 11.30 Uhr
bei gutem Wetter vor dem Ulmer Museum

 

16. Mai bis 21. November 2010
Die Wahrheit über Hänsel und Gretel – Hans Traxler und die Anfänge der Märchenarchäologie

Titelblatt der Wernigeroder Handschrift mit dem Verhörprotokoll der Katharina Schraderin (1651)
Georg Ossegg bei der Ausgrabung des „Hexenhauses“ am Engelesberg (1962)

Eine Ausstellung des Ulmer Museums und des Instituts für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft der Philipps-Universität Marburg

Steckt nicht hinter jeder Sage, jedem Märchen ein Körnchen Wahrheit? Mit dieser Idee machte sich der Aschaffenburger Studienrat und Hobby-Archäologe Georg Ossegg (1919–1983) im September 1962 auf die Spurensuche zu einem der bekanntesten Märchen der Brüder Grimm. Seine Nachforschungen in Kirchenbüchern, Protokollen und Akten brachten bis dahin wenig beachtete historische Archivalien zum Vorschein, die das Märchen von Hänsel und Gretel in einem völlig neuen, unglaublichen Licht erscheinen lassen. Sie führten auf die Spur eines spektakulären Kriminalfalls aus dem 17. Jahrhundert. Untermauern konnte Ossegg seine Erkenntnisse schließlich durch die bei der Ausgrabung der Ruinen des sogenannten Hexenhauses zu Tage geförderten Funde und Befunde. Es gab keinen Zweifel: Die von den Brüdern Grimm zur bösartigen Hexe umgedichtete Frau war die der Hexerei angeklagte Bäckerin Katharina Schraderin, die in ihrem Exil in der abgelegenen Waldgegend des Spessarts einem Raubmord zum Opfer gefallen war. Für die Nachwelt zu Papier gebracht wurde die akribische Forschungsarbeit von Georg Ossegg, der bis heute als Begründer der sagenhaften Märchenarchäologie gilt, 1963 von Hans Traxler.

Eröffnung am Sonntag, 16. Mai 2010, 15.30 Uhr
im Rahmen des Internationalen Museumstags

Das Buch zur Ausstellung

Hans Traxler, Die Wahrheit über Hänsel und Gretel. Die Dokumentation des Märchens der Brüder Grimm. Stuttgart 2007, € 4,60

 

9. Mai bis 26. Sept. 2010, Kunsthalle Weishaupt
9. Mai bis 4. Juli 2010, Ulmer Museum
Im Dialog: Erich Hauser zum Achtzigsten

Erich Hauser, St/12/1965, Edelstahl geschweißt, Ulmer Museum, Stiftung Sammlung Kurt Fried

Die Kunsthalle Weishaupt und das Ulmer Museum präsentieren gemeinsam mit der Kunststiftung Erich Hauser eine Ausstellung zum Werk des Bildhauers Erich Hauser, der in diesem Jahr 80 Jahre alt geworden wäre.

Erich Hauser (1930–2004) zählt zu den bedeutendsten Bildhauern der Bundesrepublik Deutschland. Seit den 1960er Jahren setzen seine Edelstahlskulpturen markante Akzente in vielen Innenstädten. So auch in Ulm. Im Zentrum der Ausstellung stehen Werke der 1960er bis 1980er Jahre. In den beiden Jahrzehnten findet der Künstler zu seiner Material- und Formensprache, findet sein Werk weltweite Anerkennung.

Erich Hauser arbeitet ausschließlich mit Edelstahl. In der Bearbeitung kommt der Bildhauer von einer in den Anfangsjahren rauen Behandlung der Oberflächen und Schweißnähte zu einer auf Perfektion bedachten Ausführung der nun glatten, straff gespannt erscheinenden Skulpturen in den späteren Jahren. Die Werke bestechen durch ihre formale Qualität ebenso wie durch die Rhythmisierung der skulpturalen Volumina. Der Erfolg der Arbeiten im öffentlichen Raum rührt von ihrer überzeugenden Einbindung an den Standort her.

Eröffnung: Sonntag, 9. Mai, 11 Uhrin der Kunsthalle Weishaupt.

Zusatzinformationen zur Ausstellung

 

 

Nach oben