
Die hohen Räume der Kunsthalle Weishaupt bieten den idealen Rahmen für die großformatigen Skulpturen, die frei im Raum oder an der Wand hängend platziert sind. Darunter finden sich Hauptwerke wie „Säulenwand 30/69“, das 1969 auf der X. Kunstbiennale in São Paolo zu sehen war. Mit diesem Werk festigte der Bildhauer sein Renommee. Das Ulmer Museum konzentriert sich auf den Werkprozess. Zeichnungen des Bildhauers und eine Auswahl der zahlreich erhaltenen Arbeitsmodelle geben Einblick in das Künstleratelier.
In der Kunsthalle Weishaupt belegen Gemälde von so unterschiedlichen Künstlern wie Josef Albers, Lucio Fontana, Gotthard Graubner oder Bridget Riley die Aufgeschlossenheit Erich Hausers gegenüber der Arbeit und Persönlichkeit von Kolleginnen und Kollegen. Den Dialog im Ulmer Museum bestreiten Arbeiten von Emil Schumacher, Karl Otto Götz und anderen, sowohl aus der Sammlung des Ulmer Museums wie auch der Stiftung Sammlung Kurt Fried.
Erich Hauser kommt am 15. Dezember 1930 in Rietheim, Kreis Tuttlingen zur Welt. Nach dem 2. Weltkrieg absolviert er eine Lehre als Stahlgraveur und nimmt gleichzeitig Unterricht im Zeichnen und Modellieren. Nach Abendkursen an der Freien Kunstschule in Stuttgart lässt er sich 1952 als freier Künstler in Schramberg nieder. 1969 erhält er den Großen Preis auf der X. Biennale in Sao Paulo. 1970 wird er Mitglied in der Akademie der Künste Berlin. Er erhält zahlreiche Preise, bekleidet wiederholt Gastprofessuren. 1996 gründet er die Kunststiftung Erich Hauser. Am 28. März 2004 stirbt Erich Hauser in Rottweil.
Kurator der Ausstellung ist Jürgen Knubben, seit Jahren mit dem Werk und der Person Hausers eng vertraut. Die Kunsthalle Weishaupt stellt Hauptwerke des Künstlers aus der Sammlung Siegfried Weishaupt zur Verfügung, einem bedeutenden Sammler des Werks. Auch das Ulmer Museum trägt Werke aus eigenem Bestand und der Stiftung Sammlung Kurt Fried bei. Schon 1962 stellte der Künstler im Ulmer Museum aus. Der Kunststiftung Erich Hauser Rottweil ist für die großzügige Unterstützung des Ausstellungsprojektes und des Katalogs zu danken.
Die Präsentation ist nur in Ulm zu sehen. Die Kunsthalle Weishaupt zeigt die Werke bis einschließlich 26. September 2010. Im Ulmer Museum endet die Ausstellung am 4. Juli.
Eröffnung: Sonntag, 9. Mai, 11 Uhr
in der Kunsthalle Weishaupt.
Katalog: Es erscheint ein Katalog im modo Verlag, ca. 28,- €
Donnerstags, jeweils um 18.00 Uhr:
20. Mai, Monika Machnicki M.A.
27. Mai, N.N.
10. Juni, Birgit Hochmuth M.A.
17. Juni, Dr. Andrea El-Danasouri
24. Juni, N.N. jeweils 18 Uhr Sa
Samstags, jeweils 14 Uhr:
15. Mai, Sabine Moser M.A.
22. Mai, Dr. Andrea El-Danasouri
29. Mai, Monika Machnicki M.A.
5. Juni, N.N.
12. Juni, Monika Machnicki M.A.
19. Juni, Dr. Andrea El-Danasouri
26. Juni, Daniela Baumann M.A.
Die Führung startet in der Kunsthalle Weishaupt!
Teilnahme 2,- €, zzgl. Eintritt Eintritt
Kombiticket für Kunsthalle Weishaupt und Ulmer Museum € 6,- / 4,- ermäßigt