Olympischer Fackellauf

Otl Aicher gründete zusammen mit Inge Scholl und Max Bill die Ulmer Hochschule für Gestaltung. Sie erlangte für die Design-Ausbildung eine weltweite Vorbildfunktion. Als Dozent der Abteilung "Visuelle Kommunikation" und Leiter der Entwicklungsgruppe "E5" entwarf Aicher zusammen mit seinen Mitarbeitern zahlreiche Erscheinungsbilder, so z.B. für die Deutsche Lufthansa und die Firma Braun. Mit diesen Aufträgen erarbeitete er sich seinen Ruf als einer der bedeutendsten deutschen Gestalter.

Willi Daume, der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees, beauftragte Otl Aicher mit dem Gestaltungskonzept für die Olympischen Spiele in München. Aicher erfand die "Regenbogenspiele", eine Farbpalette, die dem heiter-gelösten Charakter der Spiele entsprach. 

Dem Plakat "Olympischer Fackellauf" kam eine besondere Bedeutung zu. Der Fackellauf galt seit 1936 als Symbol der Völkerverständigung.

In Olympia entzündet, wird das Feuer von Sportlern aller Nationen durch zahlreiche Länder getragen, um es bei der Eröffnungsfeier im Stadion feierlich zu entfachen.

Aicher erinnert sich:

"ich baute unsere farbskala übereinander auf, ich setzte lediglich das kurvenspiel des feuers hinzu, geometrisch aufgebaut wie unsere piktogramme, tauschte ich die farben in der flamme mit den farben des hintergrund aus. das war es schon. übrig blieb ein feld für logogramm und den eindruck schriflicher ankündigungen"
(Juli 1990).

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